ROMONTA investiert in grüne Zukunft

Dr. Karl Gerhold, geschäftsführender Gesellschafter der GETEC-Gruppe, Ministerpräsident Dr. Reine Haseloff, die ROMONTA-Geschäftsführer Rena Eichardt und Uwe Stieberitz, sowie Dr. Christian Storm, Geschäftsführer der Standardkessel Baumgarte GmbH, welches das Kraftwerk bauen wird.

Mit einem symbolischen Spatenstich ist am 1. Juni 2021 das Projekt für den Bau eines Ersatzbrennstoffkraftwerkes (EBS) bei ROMONTA in Amsdorf gestartet. Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, leiteten Geschäftsleitung und Gesellschafter von ROMONTA den Start des Genehmigungsverfahrens ein.

Im neuen Ersatzbrennstoffkraftwerk sollen jährlich etwa 140.000 Tonnen aufbereiteter Haus- und Gewerbemüll verbrannt werden. Die daraus gewonnene, nahezu CO2-neutrale Energie wird für die Montanwachsproduktion verwendet. In Betrieb gehen soll das Kraftwerk bis Mitte 2024.

Insgesamt 80 Millionen Euro investiert der Getec-Unternehmensverbund in das neue Ersatzbrennstoffkraftwerk und damit in den Ausstieg aus der Kohleverstromung, der in Deutschland bis zum Jahr 2038 erfolgen soll.

Mit dem neuen Ersatzbrennstoffkraftwerk wird die jährliche Verarbeitungskapazität mehr als verdoppelt. Aktuell werden am Standort Amsdorf jährlich etwa 120.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe verarbeitet.

ROMONTA beschäftigt ca. 400 Mitarbeiter und ist nach eigenen Angaben weltgrößter Erzeuger von Rohmontanwachs.

Dieses wird traditionell in Schuhcremes, Polituren, Schmierstoffen, Emulsionen zur Baustoffhydrophobierung, Asphaltindustrie, Gießereiwesen und Farbträger in Kohlepapieren eingesetzt. Darüber hinaus wird durch eine spezielle Wachsbleichung der Anwendungsbereich von Montanwachsen auf Kosmetika, Form- und Trennmittel im Keramik- und Metalldruckguss, Trennmittel in der Kunststoffproduktion, wasserabweisende Emulsionen im Bauwesen, Imprägnierungen, Zusätze für Kunststoffe, Kabel, Dämmstoffe und Korrosionsschutzmittel und Über-züge in der Lebensmittelkonservierung erweitert.

Montanwachse sind daher in unserem Alltag unverzichtbar und stellen zu Recht ein wichtiges Industrieprodukt im Mitteldeutschen Revier dar.