Mobilitätsstationen in Mansfeld-Südharz

Das Thema Radverkehr gewinnt im Mobilitätsverbund zunehmend an Bedeutung. Es ist nicht nur für die Nutzer eine gesunde Art der Fortbewegung, sondern auch weit weniger belastend für die Umwelt als der PKW oder sogar der ÖPNV.

Da alltägliche Fahrten jedoch oftmals nicht einzig und allein mit dem Fahrrad bewerkstelligt werden können, soll im Landkreis Mansfeld-Südharz ein sinnvolles und verbundenes (intermodales) Mobilitätsangebot geschaffen werden.

Hierzu sollen perspektivisch an verschiedenen Standorten und in verschiedenen Ausstattungsformen sogenannte Mobilitätsstationen errichtet werden.

Die einfachste Form einer solchen Mobilitätsstation wäre die Verbindung von Fahrradabstellanlagen (ggfs. in Form von abschließbaren Containern) mit Bus- oder Bahnhaltestellen.

Eine erweiterte Variante könnte an touristischen Zielen mit abschließbaren Helm- /Akkufächern für E-Bikes, Luftpumpstation, Schlauch-Automat und Infotainmentsystemen (mit Hinweisen zu touristischen Zielen etc.) ausgestattet werden. An hochfrequentierten Standorten wie beispielsweise Bahnhöfen oder Busverknüpfungspunkten könnte man das ganze System noch mit Verleihsystemen für Fahrräder, Elektrokleinstfahrzeuge oder PKW ergänzen, um ein umfangreiches Mobilitätsangebot zu schaffen.

In kleineren Ortschaften bietet sich auch die Integration von Dorfautos in eine solche Mobilitätsstation an. Hierbei wird ein Fahrzeug zu Verfügung gestellt, auf das alle Anwohner nach Bedarf zugreifen können oder welches durch ehrenamtliche Fahrer für Alltagsfahrten wie Arztbesuche oder Einkäufe genutzt werden kann.

Es gibt je nach regionalen Anforderungen viele Gestaltungsmöglichkeiten solcher Mobilitätsstationen. Beispielsweise können hier auch Paketstationen, Ladestationen für E-Bikes oder PKW oder Automaten mit regionalen Spezialitäten integriert werden.

Im Rahmen des Strukturwandels ist geplant über 30 dieser Stationen im ganzen Landkreis zu errichten. Wie diese final aussehen werden und welche Ausstattung die einzelnen Stationen haben werden, gilt es mit verschiedenen Partnern vor Ort in den nächsten Monaten zu diskutieren. Wir werden hierzu regelmäßig berichten.