Mobilitätsstationen in Mansfeld-Südharz

Update Januar 2022
  • Aktueller Stand (2 laufende Förderanträge zu dem Thema)
    • Aktuell sind zwei umfangreiche Förderanträge zur Entwicklung von Mobilitätsstationen offen. Beide Anträge beziehen sich hierbei mit unterschiedlichen Ansätzen in Gänze oder teilweise mit der Entwicklung von multimodalen Schnittstellen in Verbindung mit dem ÖPNV.  Der mFund-Antrag wurde am 13.12.2021 beim BMVI und der weitaus umfangreichere T!Raum-Antrag wurde bereits am 29.10.2021 beim BMBF eingereicht.
  • 2 regionale Unternehmen zur Umsetzung bereits vorgesehen, weitere können sich gern melden (Schwerpunkt IT/ Elektrotechnik/ Ladeinfrastruktur wünschenswert)
    • Im Rahmen der Antragstellung für die Förderanträge konnten wir neben dem regionalen ÖPNV-Anbieter VGS weitere namhafte Unternehmen aus dem Landkreis gewinnen, die perspektivisch befähigt werden sollen solche Mobilitätsstationen für den Landkreis und darüber hinaus zu entwickeln und zu betreiben. Wir würden uns wünschen, wenn wir regionale Unternehmen speziell aus der IT- / oder Elektrotechnik aber auch weiteren anhänglichen Branchen für diese Projekte gewinnen können.
  • Ausblick (Rückmeldung Anträge)
    • Die Bescheide für die laufenden Fördermittelanträge werden noch im ersten Quartal 2022 erwartet, so dass die Projekte im Falle einer Bewilligung noch in diesem Jahr starten können. Der mFund Antrag hätte eine Laufzeit von 18 Monaten und der T!Raum Antrag eine Laufzeit von mindestens 3 Jahren, die aber bei erfolgreicher Bearbeitung auf bis zu 9 Jahre mit verschiedenen weiteren Projekten erweitert werden kann.

 

Das Thema Radverkehr gewinnt im Mobilitätsverbund zunehmend an Bedeutung. Es ist nicht nur für die Nutzer eine gesunde Art der Fortbewegung, sondern auch weit weniger belastend für die Umwelt als der PKW oder sogar der ÖPNV.

Da alltägliche Fahrten jedoch oftmals nicht einzig und allein mit dem Fahrrad bewerkstelligt werden können, soll im Landkreis Mansfeld-Südharz ein sinnvolles und verbundenes (intermodales) Mobilitätsangebot geschaffen werden.

Hierzu sollen perspektivisch an verschiedenen Standorten und in verschiedenen Ausstattungsformen sogenannte Mobilitätsstationen errichtet werden.

Die einfachste Form einer solchen Mobilitätsstation wäre die Verbindung von Fahrradabstellanlagen (ggfs. in Form von abschließbaren Containern) mit Bus- oder Bahnhaltestellen.

Eine erweiterte Variante könnte an touristischen Zielen mit abschließbaren Helm- /Akkufächern für E-Bikes, Luftpumpstation, Schlauch-Automat und Infotainmentsystemen (mit Hinweisen zu touristischen Zielen etc.) ausgestattet werden. An hochfrequentierten Standorten wie beispielsweise Bahnhöfen oder Busverknüpfungspunkten könnte man das ganze System noch mit Verleihsystemen für Fahrräder, Elektrokleinstfahrzeuge oder PKW ergänzen, um ein umfangreiches Mobilitätsangebot zu schaffen.

In kleineren Ortschaften bietet sich auch die Integration von Dorfautos in eine solche Mobilitätsstation an. Hierbei wird ein Fahrzeug zu Verfügung gestellt, auf das alle Anwohner nach Bedarf zugreifen können oder welches durch ehrenamtliche Fahrer für Alltagsfahrten wie Arztbesuche oder Einkäufe genutzt werden kann.

Es gibt je nach regionalen Anforderungen viele Gestaltungsmöglichkeiten solcher Mobilitätsstationen. Beispielsweise können hier auch Paketstationen, Ladestationen für E-Bikes oder PKW oder Automaten mit regionalen Spezialitäten integriert werden.

Im Rahmen des Strukturwandels ist geplant über 30 dieser Stationen im ganzen Landkreis zu errichten. Wie diese final aussehen werden und welche Ausstattung die einzelnen Stationen haben werden, gilt es mit verschiedenen Partnern vor Ort in den nächsten Monaten zu diskutieren. Wir werden hierzu regelmäßig berichten.