Mit dem Rad durchs Seegebiet Mansfelder Land

Mit dem Fahrrad das Seegebiet Mansfelder Land erkunden, ist Erholung pur und gesundheitsfördernd zugleich. Doch was, wenn das Seegebiet Mansfelder Land nicht gerade vor der eigenen Haustür liegt und das Fahrrad erst dort hin transportiert werden müsste?

Diesem Problem widmet sich das Pilotprojekt „RadBus“ der Verkehrsgesellschaft Südharz.

Ziel ist es, das Seegebiet Mansfelder Land innerhalb des Landkreises besser zu erschließen und den dort lebenden Menschen eine Möglichkeit für multimodale Freizeitmobilität (Kombination von Bus & Rad) zu bieten.

Hierzu soll u.a. die bestehende Regionalbuslinie VGS-440 zu einer RadBus-Linie – Mansfelder Seen ausgestaltet werden. Dabei werden die eingesetzten Busse mit Fahrradtransportanhängern ausgestattet, um Touristen und Einheimischen die nachhaltige und gesunde Mobilität per Zweirad von und zum Zielort zu erleichtern.

Bessere Erschließung des Seegebietes Mansfelder Land

Für die Bevölkerung im nördlichen Bereich des Mansfelder Landes ist das Seegebiet ein wichtiges Naherholungs- und Freizeitziel. Dieses umfasst die drei größere Seen Süßer See, Binder See und Kerner See. Darüber hinaus ist die Freizeitregion Teil der Weinstraße Mansfelder Seen, die sich über 26 km von Zappendorf über Langenbogen, Höhnstedt, Rollsdorf und Seeburg bis Lutherstadt Eisleben erstreckt.

Zusätzlich wird die Region über verschiedene thematische Radwege erschlossen:

  • Himmelsscheibenradweg
  • Radweg von Luther zu Händel
  • Saale-Harz-Radweg
  • Rund um den Süßen und Salzigen See

Weitere touristische Anziehungspunkte in der Region sind das Schloss Seeburg am Süßen See sowie die Gedenkstätte für das KZ-Außenlager Wansleben.

Innerhalb des Projektes „RadBus“ soll die Bevölkerung entlang der Strecke der PlusBus-Linie VGS-420 das Seegebiet zukünftig nach Möglichkeit umsteigefrei erreichen können.

Folgende Orte sollen künftig besser abgedeckt werden:

  • Stadt Hettstedt
  • Ahlsdorf
  • Benndorf
  • Helbra
  • Klostermannsfeld
  • Mansfeld
  • Wimmelburg
  • Lutherstadt Eisleben

RadBus soll touristische Potentiale unterstützen

Der RadBus wird aller Voraussicht nach saisonal in den Sommermonaten eingesetzt, insbesondere im Wochenendbetrieb, um die touristischen Potentiale zu unterstützen.

Das sichere Verladen der Fahrräder auf den Fahrradanhänger erfolgt durch das Fahrpersonal unter aktiver Mithilfe der Fahrradbesitzer. Um ausreichende Beförderungskapazitäten bereitzustellen, wird ein Reservierungsportal eingerichtet, was barrierefrei für alle Zielgruppen erreichbar sein wird. Die spontane Fahrradmitnahme wird aber auch ohne vorherige Reservierung möglich sein, erschwert jedoch die Planbarkeit der Kapazitäten und des Zeitaufwandes.

Das Angebot soll voraussichtlich gemäß der VGS-Tarifbestimmungen, wie die Fahrradmitnahme auf anderen Linien, kostenlos sein.