Gemeinsam ans Ziel

Die Planung eines ganzheitlichen Radwegenetzes kann nur funktionieren, wenn anliegende Gemeinden zusammenarbeiten. Radfahrer erfreuen sich nicht daran, wenn ein Radweg auf einmal an der Gemeindegrenze endet. Der Arbeitskreis Rad soll den Verantwortlichen in den Kommunen eine Plattform geben, um sich auszutauschen und um Erfahrungen zu teilen.

„Oft kommt einem die Radwegeplanung und vor allem die Finanzierung wie ein undurchsichtiger Dschungel vor, in den nur Licht gebracht werden kann, wenn man sich austauscht und Unterstützung erhält“, sagt Annika Böhm, Projektkoordinatorin Radweg Industriekultur bei der Standortmarketing Mansfeld-Südharz GmbH.

Mit dem Arbeitskreis Rad soll der Austausch im Landkreis gefördert werden. Der Wissensaustausch soll hier an erster Stelle stehen. Aber auch die Finanzierung von größeren Projekten lässt sich besser gemeinsam stemmen. Das alles soll unterstützt werden.

„In der Kerngruppe sollen sich vor allem die Mitarbeiter der Kommunen, die für die Radverkehrsplanung zuständig sind oder einen Entscheidungsprozess beeinflussen können beteiligen. Wenn es dann um konkrete Projekte oder Abschnitte geht, sollen sich auch Vertreter von Verbänden, Behörden, Vereinen oder interessierte Bürger beteiligen können“, so Böhm.

Die Auftaktveranstaltung für die Vertreter der Kommunen findet bereits am 17.01.2022 per Videokonferenz statt. Dort sollen die ersten Projekte vorgestellt werden und die Kommunen erhalten Infos zum Plan des Landesradverkehrsnetzes.

Als Gastredner konnte bereits Matthias Marx, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen Sachsen-Anhalt, gewonnen werden.

Nach der Auftaktveranstaltung sollen kleinere Arbeitsgruppen gebildet werden, um hier zielorientiert und zeitnah erste Ergebnisse zu realisieren. Zudem sind Infoveranstaltungen angedacht, die auf spezielle Themen zugeschnitten sind, wie Best-Practice-Vorstellungen, Erläuterung von Leitfäden, Workshops und ähnliches.

Interessierte, die sich gern zum Thema Rad einbringen möchten, können Annika Böhm gern persönlich unter annika.boehm@lkmsh.de kontaktieren.

Das Projekt wird aus Mitteln der Bundesförderung STARK – Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlkraftwerkstandorten finanziert.