Corona-Hilfen: Update für Unternehmen

Sachsen-Anhalt ZUKUNFT – Die Corona-Soforthilfe

Die Corona-Soforthilfe kam mit dem ersten Lockdown. Hier unterstützte der Bund und das Land Soloselbstständige, Angehörige freier Berufe und kleinere Unternehmen bei der Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen. Die Antragsfrist endete am 31.05.2020.

Aktuell wird die Verwendung der Mittel per Stichprobe geprüft. Falls Sie Soforthilfe erhalten haben, reichen Sie die Belege erst nach Aufforderung durch die Investitionsbank ein. Sie werden ggf. postalisch, per E-Mail oder telefonisch kontaktiert. Sollten Sie feststellen, dass Sie zu viel Hilfsleistungen erhalten haben oder Fragen dazu haben, wenden Sie sich direkt an die IB-Hotline 0800 56 007 57.

Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern können das Darlehen zur Liquiditätssicherung nutzen. Anträge können noch bis Ende November online eingereicht werden.

Überbrückungshilfen

Die Überbrückungshilfen des Bundes sind nicht rückzahlbare Billigkeitsleistungen zu den fixen Betriebskosten. Anträge für die 1. Phase (Fördermonate Juni bis August 2020) können nicht mehr eingereicht werden. Hier können nur noch Änderungsanträge bis 30. November 2020 gestellt werden.

Für die 2. Phase (Fördermonate September bis Dezember 2020) werden noch bis Jahresende Anträge entgegengenommen. Wichtig: Nutzen Sie hierfür das Onlineportal des Bundes. Anträge können nur über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer erfolgen. Sie haben keinen Steuerberater? Die Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt hilft Ihnen weiter. Über den Steuerberatersuchservice der Kammer finden Sie den passenden Steuerberater.

Die 2. Phase wird als Überbrückungshilfe III bis Ende Juni 2021 verlängert und erweitert. Auch hier wird es weitere Verbesserungen geben, z.B. bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen oder auch Kosten für Abschreibungen. Bei der Höhe sind anstelle von bislang max. 50.000 Euro pro Monat künftig bis zu max. 200.000 Euro pro Monat Betriebskostenerstattung möglich.

Die neue Überbrückungshilfe III umfasst auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbstständige“. Damit soll der besonderen Situation von Soloselbstständigen, insbesondere Künstler*innen und Kulturschaffenden, Rechnung getragen werden. Sie erhalten künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro für den Zeitraum bis Ende Juni 2021 als steuerbaren Zuschuss. Dazu wird die bisherige Erstattung von Fixkosten ergänzt um eine einmalige Betriebskostenpauschale (Neustarthilfe).

Damit können Soloselbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III sonst keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, einmalig 25 Prozent des Umsatzes des entsprechenden Vorkrisenzeitraums 2019 erhalten. Die Neustarthilfe ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung u.ä. anzurechnen. Es handelt sich um einen unbürokratischen und schnellen Zuschuss, der – wenn die Antragsvoraussetzungen vorliegen – nicht zurückzuzahlen ist.

KfW-Schnellkredite

Den KfW-Schnellkredit können künftig auch Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten nutzen. Auf diesem Weg können Unternehmen in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen bei ihrer Hausbank zügig einen Kredit in Höhe von bis zu 300.000 Euro erhalten, abhängig vom Umsatz im Jahr 2019. Eine Kreditrisikoprüfung findet nicht statt, der Bund übernimmt dafür das vollständige Risiko und stellt die Hausbanken von der Haftung frei. Mehr Informationen zum verlängerten und erweiterten KfW-Sonderprogramm finden Sie hier.

Novemberhilfe

Darüber hinaus hat der Bund weitere Hilfsleistungen für November angekündigt. Die Antragstellung und Auszahlung von Abschlagszahlungen erfolgt online über die Bundes-Plattform. Anträge können in den kommenden Wochen über diese Website gestellt werden.

Grundsätzlich erfolgt die elektronische Antragstellung ebenfalls über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer). Ausgenommen sind Solo-Selbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen. Sie können den Antrag selbst stellen. Zwingend erforderlich für die Authentifizierung im Direktantrag ist ein ELSTER-Zertifikat. Sollten Sie noch kein Zertifikat besitzen, können Sie dieses über das ELSTER-Portal beantragen.

Hier erfahren Sie mehr zur Novemberhilfe.