Zuschuss für Interreg-Projekte nutzen

Magdeburg/ Sangerhausen. Die Standortmarketinggesellschaft Mansfeld-
Südharz hat für das Projekt „Europäische Kulturroute der Reformation“ einen
Zuschuss über rund 30.400 Euro von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB)
erhalten. Gemeinsam mit 11 Partnern aus Tschechien, Slowenien, Ungarn,
Polen, Italien, Österreich und Deutschland wollen sie die Standorte der
Reformation in Mitteleuropa miteinander vernetzen. Ziel ist es, durch einen
gemeinsamen Vermarktungsansatz die Wahrnehmung und touristische Nutzung
der einzelnen Pilgerorte deutlich zu erhöhen. Konkret sollen beispielsweise
digitale Informationspunkte und touristische Hinweisschilder internationalen
Gästen Hintergrundinformationen geben und auf den künftigen Pilgerweg
verweisen. Im Juni 2019 – zum Projektende – soll die Bewerbung zur offiziellen
Anerkennung als Europäische Kulturroute der Reformation beim Europarat
stehen. Das gesamte Projektbudget beläuft sich auf 2,3 Mio. Euro und wird aus
dem EU-Programm Interreg CENTRAL EUROPE finanziert.
Die insbesondere für öffentliche Akteure in Sachsen-Anhalt nutzbaren Interreg-
Programme werden über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
(EFRE) zu einem Anteil von 80 bis 85 Prozent gefördert. Jeder Partner steuert
zusätzlich einen Eigenanteil in Höhe von bis zu 20 Prozent bei. Zu dessen
Finanzierung können öffentliche Mittel genutzt werden. Genau hier bieten Land
und Investitionsbank eine passende Förderung. „Global denken und regional
wirtschaften – diesen Ansatz unterstützen wir gern. Mit dem
Zuschussprogramm Sachsen-Anhalt REGIO fördern wir auch den Eigenanteil
von Interreg-Projekten. Bis zum 31. März werden noch Anträge
entgegengenommen“, betont IB-Chef Manfred Maas.
Interreg-Programme unterstützen die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen
Regionen und Städten Europas. Es geht um Herausforderungen des täglichen
Lebens, wie z. B. Erreichbarkeit, Daseinsvorsorge, Arbeitsmarkt oder
Umweltschutz. Behörden, Hochschulen, Verbände oder auch Unternehmen
erarbeiten dazu länderübergreifend neue Strategien oder Dienstleistungen.
Wer in seiner Kommune vor ähnlichen Herausforderungen steht, dem bietet die
EU Service-Agentur der Investitionsbank Sachsen-Anhalt Unterstützung. Von
der Entwicklung der Projektidee bis zur Umsetzung des Projektes beraten die
Experten zum passenden EU-Förderprogramm und helfen bei der
Antragstellung sowie der Suche nach internationalen Projektpartnern.
Hintergrund:
Für die transnationale Kooperation stehen insgesamt 660 Mio. Euro bis 2020
aus dem Programm Interreg EUROPE und CENTRAL EUROPE zur Verfügung.
Diese Mittel werden im Wettbewerb vergeben. Nur die besten Projektideen
erhalten den Zuschlag.
Mehr Informationen & Beratung:
www.eu-serviceagentur.de
www.ib-sachsen-anhalt.de

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